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Sonntag, 28. September 2014

Pilzfärberei und Co

Eigentlich hatte ich ja gehofft in dieser Woche meine erste Färberknöterich-Färbung, nach dem Workshop letztes Jahr, zu Stande zu bringen. Nach dem im Frühjahr nur 8-10 Samenkörner zu kleinen Sämlingen herangewachsen waren, habe ich die Pflanzen den ganzen Sommer über gehegt und gepflegt. Letzte Woche habe ich dann 200g Blätter geerntet, aber leider wollte die Küpe bei mir nicht richtig in Gang kommen.
 


 
Da musste ich aber ganz schnell zum Frustabbau, die  23g getrocknete Bluthautköpfe in den Färbetopf werfen, die meine Schwester kürzlich für mich gesammelt hat.
 
 
Im ersten Zug wurden 75g BFL knallrot, der 2. Farbzug (unten) ergab dann nur noch ein helles Lachsrosa, da dies nicht so meine Farbe ist, habe ich fast alles noch mit Tagetes( rechts) überfärbt.


 
Die Tagetes waren schon auf dem Weg zum Kompost, da ich meinen Garten teilweise schon winterfest gemacht habe, aber dann habe ich doch die Knospen abgezupft und noch verfärbt.
 
 
Hier kommt der Vollständigkeit halber auch noch mein Fehlversuch mit Knöterich, leider ist mir anstatt blau nur ein hellgrün gelungen.

Sonntag, 16. September 2012

Bluthautkopf


 Letzten Herbst bat ich meine Schwester bei ihren Pilzspaziergängen doch auch mal nach Hautköpfen Ausschau zu halten. Einige Monate später bekam ich zu meinem Geburtstag, dieses Glas mit ca. 40 Gramm getrockneten Färbepilzen. Da mein Geburtstag im Winter ist, lagerte ich das Glas erst mal ein.

 

Man beachte auch diesen Warnhinweis auf dem Pilzglas.

 

 Gestern holte ich schließlich das Glas hervor, um damit zu färben. Ich war mir nicht sicher, ob in dem Glas evtl. auch eher orange färbende Hautköpfe sind. Orange ist zwar auch eine schöne Farbe, aber besonders mag ich den rot färbenden Bluthautkopf. Da er der einzige natürlich vorkommende Rotfärber in unserer Region ist und außerdem mag ich Rot einfach besonders gern.



Meine früheren Experimente auf Sockenwolle hatte ich schon toll in Erinnerung, aber der Rotton auf Wolle gefällt mir noch besser, es ist ein richtig tolles Kirschrot im 1. Farbzug entstanden und auch der 2. und 3. Farbzug ergibt noch tolle Rottöne.
Ganz begeistert von der tollen Farbe, kramte ich noch in meinen Vorräten und holte noch 5 Jahre alte getrocknete Hautköpfe hervor, die ich mal in unserem örtlichen Pilzmuseum geschenkt bekam.


Dies ist nun mein gesamte Ausbeute ca. 350 Gramm Wolle mit insgesamt 70 Gramm Bluthautköpfen gefärbt.
Der Sockenwollstrang war vorher teilweise schon mit Färberkamille gelb gefärbt.


Jetzt muss es bald dringend mal regnen, damit neue Hautköpfe wachsen und dann gehe ich mit meiner Schwester auf die "Jagd". 

Danke für eure netten Worte, wegen der vielen Nachfragen nach dem Bluthautkopf, hier hatte ich ihn schon mal fotografiert.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Fette Beute

Mit Hilfe des langjährig geschulten Pilzinstinktes meiner Mutter, haben wir letzte Woche noch mal, bevor die starken Nachtfröste kamen, orange Hautköpfe gefunden.
Ich habe sie zum Trocknen auf ein Backblech ausgelegt, nach einigen Tagen wogen sie nur noch 40 Gramm.

Das Färbeergebnis hat mich sehr überrascht, der erste Farbzug wurde ein eher schmutziger Orangeton, der zweite ein schönes klares Lachsrosarot, die weiteren Züge schlugen wieder in Richtung orange um. Derartig unterschiedliche Ergebnisse finde ich schon ungewöhnlich.

Farbzug 1-5 von links nach rechts.




Hier noch mal die Hautköpfe.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Pilzfärbereien

In diesem Jahr habe ich endlich, dank fachkundiger Hilfe eines Pilzexperten, die Wunderwelt unserer heimischen Färbepilze entdeckt.


Von links nach rechts: 1-3 Bluthautkopf, Orangeblättriger Hautkopf, Schwefelköpfe, Rotfußröhrling, Schmutzbecherling.

Hier kommen noch Bilder der Färbepilze.


Die Bluthautköpfe, der einzige wildwachsende Rotfärber in unserer Region, das macht ihn für mich besonders interessant, er ist jedoch auch nicht so häufig zu finden.


Orangeblättriger Hautkopf (links), neben Bluthautkopf (rechts). Die Hautköpfe gibt es in verschiedenen Rot - Orange und Gelbvariationen, der Farbstoff ist in den Lamellen enthalten.


Der Schmutzbecherling wächst gerne an gefällten Baumstämmen, er macht die Finger schon beim sammeln schmutzig und färbt die Wolle auch schmutzig, somit macht er seinem Namen alle Ehre.


Der Rotfußröhrling ist ein häufig vorkommender Speisepilz, er färbt ein schönes leuchtendes Gelb.


Schwefelköpfe, färben hellgelb