Sonntag, 17. Februar 2019

Scribble-Lace

Seit längerer Zeit habe ich mal wieder ein Supercoil Garn gesponnen. Verstrickt habe ich es mit einem ganz dünnem Mohair-Seiden-Faden zu einem sogenannten Scribble-Lace- Loop



Das Ausgangsmaterial 


waren diese Batts.


Angeregt wurde ich dazu durch das sogenannte Garn-Camp


das in der Ravelry-Gruppe Spinnernetz in diesem Jahr organisiert wird.
Jeden Monat können alle die Lust haben, sich an einem besonderen Garn versuchen und tauschen ihre Erfahrungen aus und geben sich Tipps.

Im Februar steht das Flammengarn auf dem Programm, gar nicht so einfach,  ein Single unterschiedlich dick auszuziehen. Besonders gut eignen sich mittlere Faserlängen z.B. Merino. Auch das Ausziehen aus dem Batt fiel mir viel leichter als aus dem Kammzug.


Als Single fand ich das aber schon ein wenig instabil, deshalb habe ich es mit Heiß-Kalt-Wechselbädern



ein wenig angefilzt. So gefällt es mir schon besser.


Eine weiter Variante ist es, den Flammensingle mit einem dünnen Garn zu verzwirnen.


Im Januar haben wir Hawser Garne ausprobiert, dafür werden 4 Z-Singles jeweils zu zweit in Z-Richtung miteinander verzwirnt. Die beiden Z-Zwirne werden dann nochmal in S-Richtung miteinander verzwirnt.
Das soll ein stabiles elastisches Garn ergeben, man muss jedoch auch sehr aufpassen, keine harten überdrehten Stellen in dem Garn zu haben. Mich hat der Aufwand nicht so wirklich überzeugt.


Als  ich dann richtig in Experimentierlaune war, habe ich noch weitere 4-fach Garne ausprobiert und zwar noch ein Cable -Garn und einen 4-fach Zwirn.


Hier auch noch mal die Strickprobe von oben nach unten Cable, Hawser, 4fach Garn.
Verstrickt gefällt mir das 4fach Garn am besten.



Falls ihr nun neugierig geworden seid, das Garn-Camp findet ihr hier.

Sonntag, 10. Februar 2019

Strickfilz

Schon im letzten Herbst habe ich diese Tasche für einen Artikel in der Zeitung der Handspinngilde gestrickfilzt. 


Vor einigen Wochen ist die Mitgliederzeitschrift erschienen und so kann ich die Tasche auch noch mal hier zeigen.


Verwendet habe ich dafür diese schönen langfaserigen Batts. Es ist Lammwolle von einem Mischling aus Jakobsschaf und Waliser Schwarznase.


Um die Filzeigenschaften zu testen habe ich kleine Probestücke gefilzt. Besonders wenn man verschiedene Wollqualitäten verwendet ist das schon spannend.


Die rotpinkigen Töne sind allerlei Garne aus meiner Restekiste.



Im Moment mag ich gerne allerlei Beerenfarben, Fortsetzung folgt!!

Dienstag, 29. Januar 2019

Winterwerkelei

Nun ist das neue Jahr schon wieder einen Monat alt, Zeit für einen Blick in meine Winterwerkstatt.
Auf besonderen Wunsch habe ich dieses Riesenschäfchentuch gestrickt. Die Anleitung ist aus dem Buch Öland Stricken.


Das Tuch wird rund gestrickt mit Steek


 und dann aufgeschnitten (zitter, zitter).


Zufällig bin ich auf die Methode von Kate Davies gestoßen, die die offene Kante mit Häkelmaschen sichert, das werde ich bestimmt wieder mal machen, nur dann nehme ich ein Garn mit mehr Kontrast, denn das von mir verwendete graue Sockengarn erforderte schon besonders viel Sorgfalt beim Aufschneiden, damit man nicht die verkehrten Fäden durchschneidet.


Auf der Innenseite der Borte schwimmen Fischchen.


Mir sind solche großen Schultertücher zu groß, aber alle paar Jahre eins Stricken macht schon Spaß.


Gestrickt ist es übrigens aus dänischer Wolle vom Pelzschaf mit einer Lauflänge von 400m LL. Obwohl es ziemlich groß ist, wiegt es nur ca. 550 Gramm.

Sonntag, 30. Dezember 2018

Weben 2018

Ich hoffe, ihr habt auch ein wenig frei in den letzten Tagen und auch ein wenig Zeit für diverse Werkeleien. Ich hatte schon länger noch die restliche Kette von meinen Grubenhandtüchern abgeschnitten, nun habe ich sie auch endlich von Hand gesäumt und fotografiert.


Allerdings gefiel mir das Gewebe so gut, dass es nun doch überwiegend Tischläufer geworden sind, hier mal mit Kiwigrün im Schuss.


Dieser hat den mittleren Blauton als  Schussgarn.


Und dann mal noch rot, das gefiel mir besonders gut.



Dies ist nun wirklich mal noch ein kleines Grubenhandtuch für die Küche, zum Hände abtrocknen.


Es hat auch wieder einen handgewebten Aufhänger, wie hier schon mal gezeigt.




Gesäumt habe ich alle Webstücke von Hand.


Nun noch ein wenig Spinnereien, auch in diesem Jahr habe ich wieder bei einem Faseradventskalender mitgemacht, das war der Endkranz, um unseren diesjährigen Adventskranz. Die Krönung ist das schöne Regenbogenröllchen.

Mal sehn was daraus wird.


Zum guten Schluss noch eine Spinn-Strickerei, die ich zu Weihnachten verschenkt habe.


Versponnen habe ich dafür zwei verschiedene Cochenille Kammzüge aus Wolle-Bambus.



Das Strickmuster sind die Mini-Bubbles, normalerweise ist das ein Schal


ich habe jedoch einen Loop gestrickt und die Naht recht gut hinbekommen.



Nun bleibt mir nur noch euch alles Gute für das Jahr 2019 zu wünschen. Auch wenn viele Blogs im letzten Jahr "gestorben" sind, freue ich mich weiterhin auf den Austausch mit euch und bedanke mich an dieser Stelle noch mal ausdrücklich für eure Kommentare. 
( Da fällt mir ein, mein Blog wird im nächsten Jahr 10, das hätte ich auch nicht unbedingt gedacht, dass ich da so beständig dabei bleibe, auch wenn die Anzahl der Posts sich sehr verringert hat.)

Samstag, 8. Dezember 2018

Fair-Isle-Mütze

Immer mal wieder stricke ich meinem Mann eine Mütze, denn er trägt im Winter häufig Mützen und hat dann auch schon mal ein wenig Verschleiß.
In diesem Jahr ist es eine Fair-Isle-Variante, nach dieser Anleitung. Wie man sieht ist die Mütze mir ein wenig groß, aber für meinen Mann ist sie gut passend und bedeckt auch schön die Ohren


Verwendet habe ich diverse Indigofärbungen und Indigoüberfärbungen, das helle grün ist mit Lupinen gefärbt. Damit die Mütze schön kuschelig ist, habe ich noch Angora einkardiert.


Aus den Batts wurden diese Garne


dazu gesellten sich noch ein paar Garne aus der Restekiste


Hier diente ein umgedrehter Blumentopf als Modell


Besonders schön ist die "Krone", wie es in der englischsprachigen Anleitung heißt.

Montag, 5. November 2018

Herbst-Aktivitäten



Bevor es draußen so ungemütlich wurde, habe ich noch dieses Pommernvlies gewaschen 


und mit Cochenille gefärbt.


Dabei kamen dann noch ein paar Kammzüge 


und Locken in den Topf.


In diesem Jahr hatte ich seit vielen Jahren mal wieder einen toll blühenden Hortensienbusch,
um noch ein wenig länger die Blütenpracht zu genießen gab es einen Kranz für 
die Wand


einen für den Tisch 


und einen für meine Mama.


Nun probiere ich  verschiedenen Tweed-Mischungen aus der Pommernwolle aus,
 mein Ziel ist es, Wolle für ein Oberteil zu spinnen.