Samstag, 29. Februar 2020

Petroliges Bergschaf


Nun sind die Tage schon wieder ziemlich lang und ich habe heute nochmal versucht, meine etwas fotografier-widerspenstige petrolfarbige Jacke aus Bergschaf zu fotografieren.


Die Fasern hatte ich beim großen Spinntreffen bei Filzrausch gekauft,


 zu Batts kardiert


und versponnen.


 Weiter habe ich Top-Down mit Armkugelärmeln gestrickt.


Der Farbton ist gar nicht so einfach einzufangen, am besten ist er noch auf dem Bild mit der Spule getroffen.


Das Kaffeebohnenmuster vom Rücken wiederholt sich noch mal an den nicht vorhandenen Seiten- und Ärmelnähten.



Falls ihr das Kaffeebohnemuster nicht kennt, ich hatte es hier schon mal an Strümpfen gezeigt, da wusste ich auch noch nicht den Namen für dieses Muster und habe ihm einen eigenen Namen gegeben.


Montag, 6. Januar 2020

Upcycling

Was tut man, wenn die geliebte, gekaufte Wollstrickjacke an den Ellbogen dünn wird?
In meiner Flickkiste tummelten sich gleich zwei solche Exemplare über den Sommer herum.


Da ich beide Jacken gerne getragen habe und auch in den kühlen Monaten in meinem Kleiderschrank vermisste, musste ich mir langsam was einfallen lassen.
Für die rote Unijacke strickte ich Flicken aus einem Farbverlaufgarn aus meiner Restekiste, ich glaube es war ein Zauberball. Mittlerweile wurde ich bereits zweimal gefragt, ob ich ein neue Jacke hätte?


Die Fischgradjacke hatte noch kein Loch, aber es konnte nicht mehr lange dauern, bis sie durchgescheuert wäre.

So kramte ich eine Merino-Melange aus meinen Faserbeständen, filze zwei Ovale und nähte sie bewusst auffällig mit einem Zickzack-Stich an. Genau passendes blau fand sich ebenfalls bei den Sockenwollresten.


Also nicht einen Euro investiert und die Tragezeit noch ein wenig verlängert.
Ich habe übrigens auch eine Sammlung vollkommen abgeliebter Wollstrickjacken, die plane ich mal zu einer leichten Patchworkdecke zusammen zu nähen. Vielleicht sollte ich mal schauen, wie weit ich schon kommen würde.....


Morgen beginnt für mich wieder der Alltag im neuen Jahr, höchstwahrscheinlich werde ich wieder weniger Zeit zum Bloggen haben. Aber früher und später lasse ich wieder von mir hören.


Sonntag, 5. Januar 2020

Last Minute Tipp

Gestern war ich bei einer beeindruckenden Ausstellung der norwegischen Künstlerin Hannah Ryggen in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt. 

Die Ausstellung läuft nur noch eine Woche, aber wenn jemand die Gelegenheit hat, sie noch zu besuchen, kann ich sie sehr empfehlen.

Hannah Ryggen (1894-1970) war eine schwedisch/norwegische Künstlerin, die sich anstatt Farben und Pinsel, den Webstuhl und handgesponnene, pflanzengefärbte Garne als ihr künstlerisches Medium auserwählte.
Dies hatte zur Folge, dass sie lange Zeit eher als Kunsthandwerkerin betrachtet wurde, ihr Werk hat jedoch einen sehr politischen und gesellschaftskritischen Schwerpunkt und will nicht dekorativ sein.

Neben den beeindruckenden Motiven hat mich als Hobby-Spinnerin, -Färberin und -Weberin jedoch auch die hohe handwerkliche Qualität der gezeigten Arbeiten beeindruckt, besonders die tollen pflanzengefärbten Blau- und Rottöne.

Da ich mit keinerlei Urheberrechten in Konflikt kommen möchte, stelle ich keine Bilder ein, sondern empfehle euch dieses Video .
Ebenfalls sehr eindrücklich stellt dieses Radiofeature, das Wirken und Leben von Hannah Ryggen dar.


 Vor der Kunsthalle Schirn gab es noch dieses interessante Strick-Häkelprojekt. Zuhause habe ich nachgeschaut, es ist eine Gemeinschaftsarbeit von




Dienstag, 31. Dezember 2019

Sticheleien

Danke für eure netten Kommentare zu meinem letzten Post! 
Gestern habe ich mal meine schon länger bestellten Knopfrohlinge hervor gekramt. Im Moment habe ich leihweise ein Anleitungsbuch für Posamenten- und Zwirnknöpfe hier.



Die Sache ist zwar ein wenig fummelig, aber im Grunde einfacher als gedacht. 


Und mit hohen Suchtpotential!


Keine Ahnung was ich damit mache, erstmal aufheben!


Ich wünsche euch alles Gute für 2020, 
Gesundheit und viele neue kreative Ideen und Erlebnisse!

Sonntag, 29. Dezember 2019

Kleine Strickereien 2019

Nach längerer Zeit habe ich mal wieder Handstulpen gestrickt, sie waren eigentlich für einen kleinen Verkaufsstand bei einem Schauspinntermin gedacht. Daran konnte ich dann aufgrund einer Beerdigung in der Nachbarschaft nicht teilnehmen, aber sie werden schon ihre Trägerinnen finden.


Wie immer, sind die bunten Garne mit Pflanzen gefärbt.





Scribble-Lace-Schals sind auch immer mal wieder schöne kleine Zwischendurch-Projekte, hier habe ich ein dunkles Coilgarn mit 


einem pinken Kidmohair-Garn kombiniert.



Für den Schal mit lila Kidmohair verwendete ich zwei verschiedene Reste Coilgarn. Ich mag diese Loops am liebsten nicht so breit und dafür doppelt um den Hals. Ich finde dafür 140cm Umfang gut passend.


Wenn man mit zweierlei Coilgarnen jeweils 70cm  strickt, hat man immer zwei Effektgarnfarben gleichzeitig um den Hals.

Samstag, 28. Dezember 2019

Strickereien 2019

Zum Jahresende will ich doch mal noch ein wenig zeigen, was ich im vergangenen Jahr gewerkelt habe. Manchmal fehlte mir die Lust und die Zeit die Sachen hier zu zeigen, aber nun habe ich ein wenig frei und will mal noch ein paar Fotos zeigen.

So sind gleich drei beerenfarbige Oberteile aus Industriegarnen entstanden.
Das Garn für diese Jacke ist mir gratis "zugelaufen", es ist Pascuali Pinta Garn eine Mischung aus Merino (60%), Ramie (20%) und Seide (20%).
Die Farbe und das Garn sind sehr schön, allerdings pillt es recht schnell. Wenn ich es gekauft hätte, hätte ich mich schon ziemlich geärgert. Nun ja, einem geschenkten Gaul schaut man nicht  ins Maul.


Ich habe die Jacke von oben gestrickt und an den unteren Rändern dieses recht bekannte Bogenmuster gestrickt.


Zu den etwas verspielten unteren Kanten habe ich dann erstmals diesen Picot-Rand an der Blende ausprobiert.


Da ich mich immer mal über ausleiernde Knopflöcher bei vorhandenen Jacken ärgere, habe ich diesmal 10 kleine Knöpfe, dich an dicht gearbeitet. Unter den Knöpfen habe ich noch ein schönes Band zur Verstärkung angenäht. Die vielen kleinen Knöpfe, im Abstand von ca. 3-4 cm haben sich bislang gut bewährt, das mache ich bestimmt noch mal so, obwohl ich große markante Knöpfe auch mag. ( Die Farbe unten ist schlecht getroffen)




Montag, 7. Oktober 2019

Spinntreffen 2019 - Ein Besuch in der Vögelesmühle

Während des diesjährigen Spinntreffens stand ein Besuch der Vögelesmühle im Allgäu auf dem Programm.



Zur Vorbereitung hatte ich während des Sommers zwei Vliese gewaschen und gefärbt und zwar Spaelsau und Gotlandwolle.

Hier meine Fasern vor dem Indigobad, einige hatte ich auch schon gelb gefäbt.


Nach dem Indigobad, sah das ganze dann so aus.



Alle Grüntöne kamen zusammen in die riesige Kardiermaschine.


Hier durchlaufen die Blautöne


 die zahlreichen Walzen.


Zum Schluss werden sie zu Rollen aufgewickelt. Ich glaube das macht nur die Vögelesmühle so?


 Oder kennt ihr andere Kardierereien, die das auch können?


Vorne liegen die gesammelten Schätze unsere Gruppe.


 Karin -Blaushorty war ein wenig mutiger und hat eine wilde Mischung mitgebracht.



Die zum Schluss dann auch ein lebhaftes Kardenband ergab.