Samstag, 21. Mai 2022

Die Kette ist abgewebt....

Im April zeigte ich schon mal diesen Läufer, der für unseren Terrassentisch gedacht war. Mittlerweile ist der Tisch aus dem Winterlager an Ort und Stelle und der Läufer passt gut zu den im letzten Jahr neu genähten Rückenpolstern. 




Aus der restlichen Kette sind noch weitere Läufer entstanden, dieser soll ein Geschenk zu einem runden Geburtstag werden. 



Passend zu der in grün gehaltenen Küche des Geburtstagkindes.


Und hier habe ich einfach mal mit Farben und Mustern gespielt,


das hat viel Spaß gemacht.


Zum guten Schluss musste noch ein Regenbogen sein.



Bis auf den Läufer in den Rottönen, haben übrigens alle Läufer diesen schon im letzten Post gezeigten Rand bekommen, eine Lösung, die mir sehr gut gefällt und bestimmt noch mal zum Einsatz kommt.

Das etwas dickere Garn eignet sich meines Erachtens auch gut für Tischläufer, die Läufer liegen schön auf dem Tisch und sind nicht so labberig, wie manche Läufer aus dünnerem Garn.


Material:
Mercerisierte Baumwolle, 250m pro 100g , z.B. Catania von Schachenmeyer und ähnliche Garne.
6 Kettfäden auf 1 cm

Samstag, 16. April 2022

Frühlingsweberei

Huschdiwusch ist schon wieder Ostern, dabei war doch gerade erst Silvester.

Neben ein paar kleinen Strickereien (Socken und Co) habe ich in den letzten Monaten mal wieder 



den Webstuhl zu Hause in Betrieb genommen. 


Bei dieser Leinwandbindung heben  bzw. senken sich immer drei Fäden nebeneinander und es entstehen interessante Effekte.
Angeregt wurde ich zu dieser Arbeit durch eine Anleitung in einer Malikerta von letztem Jahr. 

Verwendet wird relativ dickes Baumwollgarn (z.B. Catania), es entsteht ein schönes, etwas schwereres Gewebe, das schön auf dem Tisch liegt. 


Das obere Exemplar habe ich meiner Tochter geschenkt.

Da ich gleich 5 Meter Kette geschärt habe, entstand noch dieser Tischläufer für unseren Terrassentisch farblich passend zu den Kissen. 


Der Terrassentisch ist jedoch noch im Winterschlaf, so musste die Bank als Model herhalten. 



Interessant ist noch diese Randlösung, 



dafür werden, die Kettfäden in die Nachbarlücke zurück geführt.



Zum Schluss noch ein Schnappschuss von diesen Gesellen, davon mussten auch in diesem Jahr ein paar Neue geboren werden. 


Und gestern wurden bei uns, wie jedes Jahr, allerlei Eier mit natürlichen Farbstoffen gefärbt. 




Macht euch ein paar schöne bunte, freie Tage!

Freitag, 31. Dezember 2021

Blaubunt

Kurz vor dem Jahreswechsel will ich mal noch diese Jacke zeigen, die ich schon seit ein paar Wochen fertig habe.


Für die Grundfarbe gesellten sich links Gotland Pelzschaf (Indigofärbung) mit Rhönschaf (Säurefärbung) beisammen.
Das war mehr eine Notlösung, da mir die Pelzschaf-Fasern nicht gereicht hätten. 


Die bunten Farben fanden sich überwiegend in meiner Restekiste




Bei den Knöpfen war auch Improvisation angesagt, es wechseln sich zwei Blautöne aus meinen Vorräten ab.




Nun wünsche ich euch noch, dass ihr in den nächsten Tagen auch noch ein wenig Zeit habt, die Füße hochzulegen und wir alle miteinander im nächsten Jahr wieder Ideen, Zeit und Muße für neue Werkeleien haben. 
(P.S.: die Pantoffeln sind selbst gekauft und nicht selbstgemacht 😊)



 Alles Gute für 2022!!!

Dienstag, 28. Dezember 2021

Noch mehr Papierspinnereien

Kurz vor Jahresschluss wird es hier ja noch mal Zeit für ein kleines Lebenszeichen.
Kürzlich erschien die Zeitung der Handspinngilde, für einen Artikel in der Zeitung hatte ich noch mal eine neue Kette mit blauen und grünen Farbtönen aufgezogen und eine Anleitung für Tischläufer mit Rietlücken erstellt.


Die dicken Garne sind aus Bäckertüten und Blumenpapier gesponnen, für die dünnen Garne links habe ich Seidenpapier verwendet.


Erst mal werden Streifen geschnitten.


Für einen ersten Versuch, kann auch ein kleiner Schulwebrahmen herhalten



Wer hat schon handgewebte Untersetzer aus selbst gesponnenem Papier?



Das Garn aus dem Seidenpapier eignet sich auch für kleine Häkelarbeiten.


Bei dem Tischläufer wechseln sich dicke und dünne Papiergarne ab.


Hier noch ein Bild auf unserem Highboard im Flur.


Die Rietlücken stopfe ich von Hand aus, dort kann man auch noch mal mit verschiedenen Farben Akzente setzen.


Ich hoffe, ihr habt auch frei und ein wenig Zeit für Werkeleien zwischen den Jahren!



Freitag, 15. Oktober 2021

Grün, grün, grün ist meine neue Jacke...



Mit diesem Projekt habe ich mich mit Pausen das letzte halbe Jahr beschäftigt.

Die Fasern bekam ich jedoch schon im Rahmen einer Tauschaktion im Frühjahr 2019, ich färbte und überfärbte sie mit Indigo blau und grün. Die blauen Fasern sind Gotlandlocken, die grünen Fasern in der Mitte sind Spaelsaufasern.



Während des großen Spinntreffens 2019 fand ein Ausflug zur Vögelesmühle statt und dort verwandelten sich meine Fasern in diese beiden schönen Rollen.  



Was nun damit tun? Erst mal abwarten ...bis Ideen kommen.


Im Frühjahr 2021 kam mir  dann die Idee, für eine jankerartige Jacke mit Kapuze.
Inspiration dafür war mir u.a. dieses Modell. Ich strickte sie jedoch nicht in einzelnen Teilen sondern 
Top-Down von oben.


Zwischendurch musste ich feststellen, dass mir meine Fasern für diese kraus-rechts-Jacke mit Kapuze nicht reichen werden, also wurden kurzerhand einige der blauen Fasern mit gelb überfärbt. Dies ergab ein etwas dunkleres Garn, somit wurden alle Enden der Jacke dunkelgrün.




Im Sommer war mir diese Strickerei dann jedoch zu warm und das Projekt ruhte erst mal. Mit den kälter werdenden Temperaturen in den letzten Wochen, vollendete ich dann aber doch die Jacke.



 Sie bekam noch rote und pinke I-Cord-Ränder, einen Zwei-Wege-Reißverschluss und ein Band um die Ausschnittkante.





Der Rest des Bandes reichte gerade noch, um die gesamte Schulternaht zu stabilisieren. 


In der Mitte ließ ich ein wenig Naht aus und bekam auf diese Weise einen Aufhänger, der 
beim Aufhängen das Gestrick nicht ausbeult, denn die Jacke hängt an dem Band.





Gewicht: 810 Gramm
Lauflänge des Garn: ?? zu faul zum Auszählen
Nadelstärke: 2,5mm


Am letzten Sonntag habe ich die Jacke schon bei strahlend schönem Herbstwetter bei einer Radtour in das hessische Hinterland ausgeführt.


Der Silbersee bei Kleingladenbach, ein vollgelaufener Steinbruch in dem früher Diabas abgebaut wurde.


Die Birke wächst aus den Felsen, die Kraft der Natur ist doch immer wieder erstaunlich.