Samstag, 27. Juni 2020

Kunterbunter Juni

Der Juni war bei mir bislang kunterbunt, im Moment webe ich diese Kette ab.


Das waren die Kettgarne vor dem Schären.


Das Kissen entstand aus der Restkette von meiner Decke, die ich im vorigen Post gezeigt habe.


Zwischendurch entstanden dann noch 2 kleine Badteppiche, dieser ist aus Maxi-Stränggarn.
Wobei das Stränggarn wohl besser in einem Rips verwebt wird, denn als Teppich ist es doch ein wenig labberig. Nun ja Versuch macht klug und für einen Rips ist auch noch was übrig.


Aus der Restkette entstand noch dieser kleine Teppich aus T-Shirt-Streifen.


Und dann war noch meine Webgruppe bei mir zu Besuch und wir haben ordentlich bunt gemacht.


Alles natürliche Farbstoffe.





Sonntag, 31. Mai 2020

Heim-Weberei

Corona machts möglich.
Nach fast zwei Jahren, habe ich endlich meinen heimischen Glimakra-Ideal-Webstuhl in Gebrauch genommen.



Nachdem Web- und Sportkurs  ausfielen, dachte ich mir, das ist die Chance mich endlich mal an meine erste Kette zu Hause ranzuwagen.

Für meine geplante Decke,  suchte ich erstmal allerlei Pflanzenfärbungen herbei, mein Plan war eine Decke ca. 150 x 200cm aus zwei Bahnen in Köperbindung zu weben.


Die Kammzugreste wurden zu heterogenen Batts kardiert


und versponnen. Als Kettgarn spann ich anthrazitfarbige deutsche Merino (von Eischer) im langen Auszug. Ein bisschen Bammel hatte ich schon, ob das Streichgarn stabil genug als Kettgarn ist.
Aber ich wollte ein möglichst leichte, kuschelige Decke.


Schließlich hatte ich ca 680g. Kettgarn und jeweils ca 200g. in rot, gelb, blau und grün beisammen.


Einige Abende später,


 konnte es dann losgehen.


Jeweils beim Farbwechsel, wechselte ich auch die Köperrichtung.


Immer mal wieder kontrollierte ich auch den Winkel der Köperbindung, zum Glück harmonierten Kett- und Schussgarn gut in der Garnstärke und ich musste nicht allzu vorsichtig weben. Mein Plan war, dass die verschiedenen Webrichtungen in der Mitte der Decke eine Raute ergeben sollten.



Die Kombination grün-anthrazit gefällt mir besonders gut.


Ein alter Hosenträger-Verschluss kann ähnliche Dienste leisten, wie ein Breithalter, denn ich habe nur einen schmaleren.


Die beiden Bahnen habe ich Kante an Kante aneinander genäht, das ging besser als gedacht.




30 Kettfäden auf 10 cm
Größe: 140 x 180cm (+ Fransen)
Gewicht: 1004 Gramm




Donnerstag, 9. April 2020

Und täglich stricke ich ein Huhn und sonntags auch mal zwei


Diese lustigen Gesellen gefallen mir schon seit ein paar Jahren, in diesem Jahr habe ich mal rechtzeitig angefangen sie zu stricken. 

Die versammelte Mannschaft auf unserem Ofen, werde ich wohl überwiegend verschenken, bzw. teilweise habe ich sie auch schon verschenkt.


Hier ist mal nur ein Exemplar,


 als Pärchen finde ich sie noch charmanter.

Angeregt für die Hühnerschar wurde ich von dieser Anleitung, allerdings wird der Korpus dort  von unten nach oben gestrickt und der Boden separat angefertigt und angenäht.

Ich habe mir überlegt, dass Top-Down mit direkt angestricktem
 Boden einfacher und schneller  zu stricken ist.

Falls ihr auch noch in die Produktion gehen wollt:

Anleitung für den Hühnerkörper

Garn: Sockenwollreste
Nadelspiel: 2,5mm

-3 Maschen anschlagen, mit kfb-Zunahmen ( eine Maschen vorne und eine Maschen hinten raus stricken) verdoppeln.
-auf 3 Nadeln, a 2 Maschen verteilen, zur Runde schließen
2. Rd. rechts stricken
3. Rd. jeweils die erste Masche auf jeder Nadel mit kfb verdoppeln = 9 Maschen insgesamt
4 .Rd. rechts stricken
5. Rd. jeweils die vorletzte Masche auf jeder Nadel verdoppeln= 12 Maschen insgesamt
6. Rd. rechts stricken

-Die Runden 3-6 solange wiederholen, bis auf jeder Nadel 17 Maschen sind = insg. 51 Maschen.



-Anschließend glatt rechts weiter stricken, bis man insgesamt 40 Runden gestrickt hat.
-41. Runde links stricken

-Danach ähnlich als wenn man ein Käppchenferse strickt, nur noch mit einer Nadel weiter stricken und jeweils die letzte Masche dieser Nadel, rechts und links mit der ersten Masche der benachbarten Nadel zusammenstricken.
Damit der untere Boden dreieckig wird, wird in  jeder 4. Reihe, in der Mitte des Bodens die Maschenanzahl um 2 verringert. 
Bei der ersten Abnahme, 7 Maschen stricken, 1 Masche abheben, 2 Maschen zusammen stricken, die abgehobene Masche überheben, bis zum Reihenende rechts stricken
Diese Abnahme alle 4 Reihen, jeweils in der Mitte des Bodens wiederholen.

Auf diese Weise schließt sich nach und nach der Körper, bevor das verbleibende Loch zu klein ist, wird der Körper mit Füllmaterial ausgestopft. Die letzten 9 Maschen habe ich jeweils nur noch mit einem Faden zugezogen. 


Für die Standfestigkeit ist es außerdem günstig, den Boden etwas zu beschweren,

Bei den ersten Hühnchen habe ich aus meinem Fundus noch so Mini-Tütchen, mit Reis gefüllt, eingelegt. Solche Tütchen hatte ich von Ersatzknöpfen an Kaufkleidung. Als meine Bestände aufgebraucht waren, habe ich dickere Perlen genommen. Kleine runde Steine kann man bestimmt auch verwenden.


Die Füße habe ich ebenfalls mit Perlen beschwert, dann fallen sie schöner.


Bei dem Schmuck drumrum könnt ihr euch gut an der Originalanleitung orientieren. Bei dem Po-Schmuck bin ich irgendwann dazu übergegangen, nicht mehr alle Endfäden zu vernähen, sondern einfach ca. 2cm überstehen zu lassen.  Ich finde das passt ganz gut und erspart auch noch Vernäharbeit.



Hier mal noch ein verschenktes Exemplar in einem recyceltem Milchkarton, auf diese Idee bin ich hier gekommen.


Nun sitzt die Bande auf unserer Gartenbank und 
 wartet auf den Osterhasen.....


Vielleicht bringt er ja Hessische Blauholzeier?



Ich wünsche euch schöne Ostertage, in diesem Jahr laden sie uns ja besonders zum heimischen Werkeln ein.

Samstag, 29. Februar 2020

Petroliges Bergschaf


Nun sind die Tage schon wieder ziemlich lang und ich habe heute nochmal versucht, meine etwas fotografier-widerspenstige petrolfarbige Jacke aus Bergschaf zu fotografieren.


Die Fasern hatte ich beim großen Spinntreffen bei Filzrausch gekauft,


 zu Batts kardiert


und versponnen.


 Weiter habe ich Top-Down mit Armkugelärmeln gestrickt.


Der Farbton ist gar nicht so einfach einzufangen, am besten ist er noch auf dem Bild mit der Spule getroffen.


Das Kaffeebohnenmuster vom Rücken wiederholt sich noch mal an den nicht vorhandenen Seiten- und Ärmelnähten.



Falls ihr das Kaffeebohnemuster nicht kennt, ich hatte es hier schon mal an Strümpfen gezeigt, da wusste ich auch noch nicht den Namen für dieses Muster und habe ihm einen eigenen Namen gegeben.


Montag, 6. Januar 2020

Upcycling

Was tut man, wenn die geliebte, gekaufte Wollstrickjacke an den Ellbogen dünn wird?
In meiner Flickkiste tummelten sich gleich zwei solche Exemplare über den Sommer herum.


Da ich beide Jacken gerne getragen habe und auch in den kühlen Monaten in meinem Kleiderschrank vermisste, musste ich mir langsam was einfallen lassen.
Für die rote Unijacke strickte ich Flicken aus einem Farbverlaufgarn aus meiner Restekiste, ich glaube es war ein Zauberball. Mittlerweile wurde ich bereits zweimal gefragt, ob ich ein neue Jacke hätte?


Die Fischgradjacke hatte noch kein Loch, aber es konnte nicht mehr lange dauern, bis sie durchgescheuert wäre.

So kramte ich eine Merino-Melange aus meinen Faserbeständen, filze zwei Ovale und nähte sie bewusst auffällig mit einem Zickzack-Stich an. Genau passendes blau fand sich ebenfalls bei den Sockenwollresten.


Also nicht einen Euro investiert und die Tragezeit noch ein wenig verlängert.
Ich habe übrigens auch eine Sammlung vollkommen abgeliebter Wollstrickjacken, die plane ich mal zu einer leichten Patchworkdecke zusammen zu nähen. Vielleicht sollte ich mal schauen, wie weit ich schon kommen würde.....


Morgen beginnt für mich wieder der Alltag im neuen Jahr, höchstwahrscheinlich werde ich wieder weniger Zeit zum Bloggen haben. Aber früher und später lasse ich wieder von mir hören.


Sonntag, 5. Januar 2020

Last Minute Tipp

Gestern war ich bei einer beeindruckenden Ausstellung der norwegischen Künstlerin Hannah Ryggen in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt. 

Die Ausstellung läuft nur noch eine Woche, aber wenn jemand die Gelegenheit hat, sie noch zu besuchen, kann ich sie sehr empfehlen.

Hannah Ryggen (1894-1970) war eine schwedisch/norwegische Künstlerin, die sich anstatt Farben und Pinsel, den Webstuhl und handgesponnene, pflanzengefärbte Garne als ihr künstlerisches Medium auserwählte.
Dies hatte zur Folge, dass sie lange Zeit eher als Kunsthandwerkerin betrachtet wurde, ihr Werk hat jedoch einen sehr politischen und gesellschaftskritischen Schwerpunkt und will nicht dekorativ sein.

Neben den beeindruckenden Motiven hat mich als Hobby-Spinnerin, -Färberin und -Weberin jedoch auch die hohe handwerkliche Qualität der gezeigten Arbeiten beeindruckt, besonders die tollen pflanzengefärbten Blau- und Rottöne.

Da ich mit keinerlei Urheberrechten in Konflikt kommen möchte, stelle ich keine Bilder ein, sondern empfehle euch dieses Video .
Ebenfalls sehr eindrücklich stellt dieses Radiofeature, das Wirken und Leben von Hannah Ryggen dar.


 Vor der Kunsthalle Schirn gab es noch dieses interessante Strick-Häkelprojekt. Zuhause habe ich nachgeschaut, es ist eine Gemeinschaftsarbeit von




Dienstag, 31. Dezember 2019

Sticheleien

Danke für eure netten Kommentare zu meinem letzten Post! 
Gestern habe ich mal meine schon länger bestellten Knopfrohlinge hervor gekramt. Im Moment habe ich leihweise ein Anleitungsbuch für Posamenten- und Zwirnknöpfe hier.



Die Sache ist zwar ein wenig fummelig, aber im Grunde einfacher als gedacht. 


Und mit hohen Suchtpotential!


Keine Ahnung was ich damit mache, erstmal aufheben!


Ich wünsche euch alles Gute für 2020, 
Gesundheit und viele neue kreative Ideen und Erlebnisse!