Posts mit dem Label Spinnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spinnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 18. Februar 2026

Localwoolweavelong

Lange Zeit habe ich mich von Instagram fern gehalten, aber irgendwann haben sie mich doch gekriegt. 
Eigentlich wollte ich dort auch nichts posten, sondern mich nur ein wenig umschauen. 
Aber dann entdeckte ich den #localwoolweavelong eine interessante Initiative, bei der es um die Förderung der heimischen Garne und Fasern geht.


Als ich die Initiative im Januar entdeckte, war mir ziemlich schnell klar, ich werde es nicht noch  schaffen Garne aus heimischen Fasern zu verspinnen und zu verweben. 
Zum Glück kamen mir dann diese schönen Bäckertüten in den Sinn, die schon länger auf das Verspinnen warteten. Wenn das keine heimische Fasern sind, vom lokalen Bäcker :-)


Die Faservorbereitung war schnell erledigt.


Weiter ging es mit dem Verspinnen.


Früher habe ich eher "sortenreine" Papiergarne gesponnen, diese Mal ist es bewusst ein kunterbuntes Garn geworden. 


Und schwuppdiwupp ging es mit dem Weben weiter, das Kettgarn müsste ca. 60 Jahre alt sein. Es stammt aus dem Nachlass einer Frau, die vor ca. 60 Jahre eine Weberausbildung gemacht hat. 


Und wofür ist nun das Täschle...?


Für meine Bildschirmbrille!!


Auf halben Weg war ich mir nicht sicher, ob mir Blogstreifen nicht besser gefallen, so wurde die Rückseite gestreift. Die Vorderseite gefällt mir am Ende aber doch besser. Der Knopf stammt aus meiner Knopfkiste.
 
Ursprünglich dachte ich, ich müsste das Etui noch füttern, damit es nicht zu "labberig" ist, aber das war nicht nötig, es hat auch ohne Futter einen schönen Stand. 


 Wer nun neugierig geworden ist auf den Localweavelong, es gibt auch einen youtube-Kanal, mit interessanten Beiträgen.

Mittwoch, 27. Dezember 2023

Kuscheldecke in Rautenköper

Kurz vor Jahresschluss wird es noch Zeit dieses Werk zu zeigen, eine handgewebte Decke aus handgesponnenem Garn.


Im Spätsommer habe ich begonnen ca. 1200 Gramm Wolle zu spinnen. 


Anfang Dezember wurden dann Knäule gewickelt 


um eine Kette zu schären.


Das helle Garn wurde auf die Schussspulen gewickelt


und nachdem die vierschäftige Kette eingerichtet war, konnte es mit der Weberei los gehen.


Mein Webstuhl ist 1m breit, deshalb habe ich eine Decke mit zwei Bahnen gewebt. Damit die einzelnen Bahnen möglichst gleich lang wurden, habe ich ein Webband mit Maßeinheiten seitlich mitlaufen lassen.

Nach ca. einer Woche Weberei, hatte ich zwei Bahnen von jeweils ca. 80cm Breite gewebt.


Nun galt es die Decke zusammen zu nähen, dies habe ich Stoß an Stoß durchgeführt.
 Das hat bei dieser Decke  schon mal ganz gut geklappt. Bei dem aktuellen Exemplar hat mir die Lösung jedoch nicht so gut gefallen. So habe ich verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, die Naht markanter zu gestalten und mich schließlich für eine bunte Kreuzstichnaht entschieden


Ein paar Tage vor Weihnachten konnte ich schließlich die 


fertige Decke fotografieren, denn sie war ein Weihnachtsgeschenk!


Die Werkelstunden habe ich nicht gezählt, aber die finanziellen Kosten kann ich ganz gut beziffern, denn die dunklen Fasern habe ich beim Spinntreffen der Handspinngilde gewonnen und die hellen Fasern habe ich über mehrere Jahre gesammelt und im Sommer 2020 in der Vögelesmühle kardieren lassen und dafür maximal 5€ bezahlt. Also ein echtes Lowcost-Projekt.


Hier kommt noch der Inhalt von meinen beiden wolligen Adventskalendern, mal sehen, wie sie sich im nächsten Jahr weiter entwickeln werden. 

Und damit wünsche ich all meinen LeserInnen Alles Gute für das nächste Jahr.


Mit diesem Post habe ich nun auch die letzten beiden Bingofelder gefüllt und verlinke noch zu den anderen Beiträgen im Blog bei Antetanni.

Donnerstag, 16. November 2023

Herbstspinnereien

Es ist an der Zeit mal noch einige Herbstwerkeleien zu zeigen. Nach dem meine Spinnerei im Sommer ziemlich ruhte, ist sie in den letzten Wochen gut in Schwung gekommen.


Im Moment verbandel ich diese drei Kurbeleien  zu einem schönen dreifädigen Tweedgarn.



Ausgangslage dafür waren diese beiden Tauschbatts von jeweils 170 Gramm, da das fertige Garn für ein Oberteil reichen soll, habe ich ein wenig experimentiert und schließlich  noch ein gut abgelagertes Batt aus meinen Vorräten dazu genommen. 


Rechts ist meine Kurbelei, für das Garn in der Mitte habe ich das rechte Tauschbatt von dem oberen Bild, noch mal durchkardiert, das linke Bild kam vom blaushorty (die meisten Spinnerinnen werden sie kennen)  und wurde so versponnen, wie ich es bekommen habe.
 

Meistens ist mir ein dreifach Garn zu aufwendig zu spinnen, aber das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Zuvor habe ich jedoch noch ein wenig Probe gesponnen und gestrickt, bevor ich mich für die jetzige Variante entschieden habe.


Da ich jede Menge Reste verarbeitet habe, gibt es ein Bingokreuchen bei "Immer diese Reste":



Dieser Garnberg ist ca. 1200 Gramm schwer und soll bald verwebt werden, Fortsetzung folgt also.


Schon jetzt kann einem beim Anblick jedoch ganze "Warm ums Herz" werden. 


Außerdem habe ich mich in den letzten Wochen noch dem "ungewöhnlichen Material", 
Hortensienblüten und Erika gewidmet.



Mit den drei neuen Kreuzchen beim Bingo, ergeben sich auch zwei neue fertige Bingoreihen. 
Es wird doch!



Donnerstag, 12. Oktober 2023

Deflected-Double-Weave-Schal

Nachdem ich mich mit dem Einrichten der Kette für diese Kissen sehr abgemüht hatte, habe ich die Chance genutzt und eine etwas schmalere weitere Kette angeknotet, um einen Schal für mich zu weben.


Verwendet habe ich dafür ein handgesponnenes Garn. Ein Faden spann ich aus einem Tauschbatt (rechts) und der zweite Single entstand auch meiner Lacfärbung (links).


Verzwirnt ergab dies ein schön meliertes Wollgarn.


Dazu gesellte sich ein dunkles Baumwoll-Konengarn.


Beim Weben übte ich mich in einem gaaaaanz sanften Anschlag, damit ein möglichst fluffiges Gewebe entstand.


Nach einem ersten Enspannungsbad, kam noch eine kleine Filzerei im Garten als Endbehandlung hinzu.


Dazu habe ich den Gartentisch vorne ein wenig unterlegt, damit das Filzwasser am anderen Tischende runterlief.


Und zum guten Schluss noch ein Foto des Schals mit unserem Apfelbaum als Modell.


Sowie ein Kreuzchen beim Bingo bei "Etwas für mich machen" und dem Link zum Blog von Antetanni.

Samstag, 7. Oktober 2023

Spinntreffen Plön 2023 und Happy Herbst an der Ostsee

Immer wieder imposant anzuschauen ist der große Spinnsaal beim Spinntreffen der Handspinngilde, in dem abendlich über 100 Spinnräder surren.


In diesem Jahr fand das Treffen im hohen Norden am Plöner See statt.




Bei den abendlichen Spinnrunden wurde u.a. auch ein riesiger Wollstrang gemeinschaftlich gewickelt, der zukünftig bei öffentlichen Veranstaltungen der Gilde gezeigt werden soll. 


Das Gelände des Tagungshauses bot interessante Ausblicke

 
und ganz viele reife Kastanien.


Eine eigene Badestelle gibt es auch, aber an dem Tag, als ich dort war, war es schon ein wenig ungemütlich. 


Das Haupthaus, eine frühere Fabrikantenvilla.


mit tollem Blick auf den See.


Nach mehreren Jahren während denen ich eher in der Organisation des Spinntreffens engagiert war, habe ich mal wieder einen Kurs gegeben, zu dem Thema "Tweed und Melangen".


Zu Beginn hatten wir u.a. diesen schönen Faserberg zur Verfügung.


Der dann Schritt für Schritt kardiert,


versponnen 


gewaschen und getrocknet 


 und schön strukturiert angeordnet wurde.

----------------
Da der Weg in diesem Jahr besonders weit war, habe ich mir mit zwei Freundinnen vor dem Spinntreffen noch ein paar schöne Tage an der Ostsee gemacht. 
Auch wenn dort die Strandkörbe schon ein wenig beieinander geräumt wurden.

Konnte man bei angenehmen Wetter sogar noch ein Bad wagen.






Oder mit Udo den weiten Horizont bestaunen. 


Die Sonne plumpst in Scharbeutz jedoch nicht ins Meer,sondern geht hinterm Maisfeld unter.


Ein Ausflug führte uns ins Textilmuseum nach Neumünster


Dort gab es allerlei Interessantes zu sehen, u.a. ein historisches Spinnrad mit Wooly Winder.



Oder die Spinning Jenny, eine erste Spinnmaschine.


Ein weiterer Ausflug führte uns nach Eutin, dort wartete diese gefiederte Mannschaft schon auf uns. 


Der Hafen von Eutin und  die ganze Stadt haben uns sehr gut gefallen.


Und wenn man schon in der Gegend ist, muss man unbedingt Lübeck einen Besuch abstatten


und bei Niederegger einkehren


sowie die schöne Altstadt bestaunen. 


Für diesen langen Post habe ich mir nun aber zwei Kreuzchen beim Bingo verdient, da das alljährlichen Spinntreffen immer "Freudige Feiertage" sind, habe ich dies angekreuzt und der Septemberaufenthalt am Meer gilt auf jeden Fall als "Happy Herbst".



Zum guten Schluss noch der Link zum Blog-Bingo.