Montag, 27. Januar 2014

Endlich Handschuhwetter

 
 
Endlich hat es mal geschneit und wir haben Handschuhwetter. Gerade rechtzeitig sind noch diese Exemplare fertig geworden.
 
 
Da so viele Nachfragen kamen, hier mal eine kleine Bilderfolge zur Entstehungsgeschichte meiner Handschuhe.
 
 
Zuerst wird jeder Finger separat bestrickt.
 
 

 
Die einzelnen Fingerlinge parke ich auf einer Rundstricknadel, der Daumen muss erst mal noch warten.
 
 
Dann beginne ich mit dem Muster und stricke bis oberhalb des Daumens.
 
 
Nun wird der Daumen flach auf den Handschuh gelegt und durch zusammenstricken und abketten wird die Unterseite mit dem Handschuh verbunden. In der nächsten Runde wird einfach die Oberseite des Daumens, anstatt der abgeketteten Maschen mit eingestrickt und schon ist die Daumen- Implantation fertig.
 
 
Auf diese Weise liegt der Daumen schön an und man muss gar nicht vorher lange rumrechnen, wie das mit dem Daumen passen könnte, er wird einfach eingestrickt, wo er benötigt wird.
 
 
Die Einstrickfarben sind diesmal mit Cochenille, Rotholz und Krapp gefärbt.
Ein Fehler ist mir auch unterlaufen, wer findet ihn?


Samstag, 18. Januar 2014

Grau-Rot

Die Handschuhe für das Tochterkind sind auch vollendet.
Ausnahmsweise nicht aus pflanzengefärbter Wolle gestrickt, denn diese Handwärmer sollten unbedingt zum neuen knallroten Wintermantel passen und keine von meinen Pflanzenfärbungen wollte mit dem Industrierot so richtig harmonieren.
 
 
So fand sich in meinen Wollvorräten ein Garn mit dezentem Farbverlauf, ich habe extra den Farbverlauf gegengleich verwendet, damit es etwas interessanter ist.
 
 
Zu euren Fragen wegen meiner Strickweise:
Ja, ich fange jeden Finger an der Spitze an, dafür verwende ich eine Variante des sogenannten Achteranschlags. Dies ist notwendig, weil sonst der eingestrickt Daumen nicht so schön nach oben liegen würde.
Leider ist es meistens dunkel wenn ich stricke, aber ich versuche trotzdem mal Fotos von dem Entstehungsprozess zu machen.
 

Dienstag, 14. Januar 2014

Warme Hände ....


 

sind ja irgendwie immer gut. Im Moment bin ich ein wenig im Handschuhfieber.




Diese Exemplare soll Mama-Farbenfaden zum 75.Geburtstag bekommen.
 

Wie üblich habe ich Regiagrau mit pflanzengefärbten Garnen kombiniert,


 diesmal gab es als Abschluss einen I-Cord.

 

 Hier kommt mal ein Foto von dem Zwischenstand, bevor ich mit dem Einstrickmuster beginne. Das ist schon der Anfang für die nächsten Exemplare, ein Auftrag von Tochter-Farbenfaden.

Samstag, 4. Januar 2014

Feiertagsgestrick

 
Falls es doch mal Winter wird, sind so Handschuhe ja auch immer ganz praktisch.
 
Ich stricke solche Fingerhandschuhe gerne von der Spitze, zuerst die vier Finger und unterwegs wird der schon vorbereitete Daumen eingestrickt. Das Grau ist Regia-Sockenwolle, die bunten Farben sind wie immer pflanzengefärbt, diesmal mit Rotholz, Cochenille und Blauholz.
 


Bei dem zweiten Handschuh ist mir jedoch ein Missgeschick passiert. Als ich fertig war, suchte ich den ersten Handschuh herbei, um mich noch mal zu vergewissern, dass ich den zweiten Daumen auch  gegengleich eingestrickt habe. Aber ohhjee, er war nicht verkehrt eingestrickt, der zweite Handschuh hatte gar keinen Daumen!!

Mein Sohn hatte dann noch den Tipp parat: "Wenn du dir einen Daumen abschneidest, passt es doch prima!"

Da habe ich dann doch lieber die unter Hälfte neu gestrickt, zumal die Handschuhe ein Geschenk werden sollen.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Jahreswebernte

 
Als letzten Post des Jahres will ich mal noch meine Jahreswebarbeit zeigen. In zwei Volkshochschulkursen habe ich eine 10 Meter lange bunte Kette aufgezogen und verschiedene Tischläufer gewebt. Gestern musste die Terrassenbank als Fotomodell herhalten. Es sind verschiedene Köpervarianten.
 
 
Dieser Läufer mit kiwigrünem Schuss ist Weihnachten schon verschenkt worden und hat es nicht mehr auf das Bankfoto geschafft.
 
 
 Hier nochmal ein Foto von der gesamten Pracht, bevor ich sie zerschnitten habe.
 
 
Schon interessant, wie verschiedene Schussfarben den Gesamteindruck verändern.


Dieses Muster nannte sich glaube ich falsches Gerstenkornmuster,


gewebt mit hellgrün, das ergibt zwei verschiedene Seiten, allerdings macht dieses Muster Anfängerfehler besonders gut sichtbar.


Hier habe ich aus der Not eine Tugend gemacht, da mein Rot nicht mehr für einen ganzen Tischläufer gereicht hätte, habe ich allmählich die Schussfarbe in Orange gewechselt.

 
Das Muster nennt sich "Cord Weave-Reversible" und ergibt eine schöne Streifenstruktur.
 
 
Die Größe ist toll für unseren Wohnzimmertisch.
 
 
Dieser kleine Tischläufer ist auch ein kleiner Unfall, denn bei ihm hatte ich die Trittfolge für das obige Cordmuster gegengleich getreten.
 
 
Er stellt jedoch eine schöne Ergänzung zur Amaryllis dar.



Hier wechseln sich die rechten blau-grün Töne im Schuss ab.


Es ist einfache Leinwandbindung, kombiniert mit 3 Köpertritten, die die dezenten Querstreifen ergeben.


Dieser Läufer ist mein Lieblingsstück, es ist ein Köper, der über 3 Kettfäden flottiert. Der Schuss sind zwei verschiedene Rottöne mit schmalen Leinwandstreifen in Kontrastfarben.


Weil ich die Richtung des Köpers abwechselnd nach links und rechts gewebt habe, ergibt sich ein leichter Zick-Zack-Effekt. Bei dieser Webarbeit ergibt sich ebenfalls ein recht markanter Doubleface-Effekt.

 
Mein Sohn meinte dazu, dass gibt unsere neue Weihnachtdecke und ich muss sagen, sie macht sich gut zu unserem Adventkranz.
 

Die Säume habe ich dieses Mal alle dezent von Hand angenäht. Wenn man sich so viel Arbeit macht, kommt es meines Erachtens auf diesen Arbeitsgang auch nicht mehr an.


Hier noch mal ein Foto von  allen Werken.
 


Ihr Lieben,
 
nun wünsche ich Euch einen guten Rutsch und ein schönes, gesundes und kreatives Jahr 2014.
Vielen Dank für eure zahlreichen Besuche und Kommentare im vergangenen Jahr.

Montag, 30. Dezember 2013

Bücher 2013/ IV

 
Das "Spinners Book of Yarn Designs" ist im Moment mein Lieblingsspinnbuch und ich kann es ohne Einschränkung jeder Spinnerin empfehlen.
Neben einer recht ausführlichen Einführung in Faservorbereitung und Grundtechniken, besteht das Herzstück des Buches aus einer Art Spinnlexikon, aufgeteilt in verschiedene Zwirntechniken werden 80 verschieden Garnarten erklärt. Besonders gut gefällt mir die Darstellung jedes Garnes mit einem selbsterklärenden Foto, wie unten beispielhaft an dem Spiralgarn gezeigt.
 
 
Allen Spinnerinnen die es noch nicht haben, kann ich nur empfehlen gönnt es euch als nachträgliches Weihnachtsgeschenk!

256 Seiten, durchgehend bebildert, ca, 20 Euro

Sonntag, 29. Dezember 2013

Bücher 2013/III



Im vergangenen Jahr wurde das Ashford Kardierbuch neu aufgelegt, da es kaum spezielle Kardierbücher gibt, ist dies sehr begrüßenswert.
 
Das Buch führt in den Umgang mit Handkarden und Kardiermaschine ein. Der überwiegende Teil des Buches beschäftigt sich jedoch mit der Herstellung verschiedenster Faserfarbmischungen. Es wird gezeigt welchen Einfluss mehrere Kardiergänge auf eine Farbzusammenstellung haben und wie unterschiedlich das gleiche Batt dicker oder dünner versponnen aussehen kann.
Für Spinnerinnen, die sich speziell dieser Thematik widmen möchten ist dieses Buch bestimmt eine anregende Anschaffung. Die Grundtechniken des Kardierens werden jedoch in vielen herkömmlichen Spinnbüchern ähnlich gezeigt.
Von einem speziellen Kardierbuch hätte ich erwartet, dass noch intensiver auf die Rohwollverarbeitung eingegangen wird.
 
 100 Seiten, ca 17 Euro, erhältlich bei den Ashford-Händlern