Dienstag, 5. April 2011

Guerilla Knitting in der Provinz

Zu besichtigen in Biedenkopf ( bei Marburg)...


... und das Fernsehen war auch schon da.




Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so richtig was ich davon halten soll. Als Gemeinschaftsaktion ja ganz lobenswert und auch die junge Generation für Stricken begeistern.
Aber die Werke an sich, naja - irgendwie ein bisschen hingehudelt, aber vielleicht muss man auch nicht alles so Ernst nehmen. Immerhin kommt das Stricken irgendwie ins öffentliche Blickfeld und ich überlege schon, ob ich dieses Buch brauche
Was meint ihr dazu?

Kommentare:

Sabine hat gesagt…

Ich finde es cool, solange es wie beim Graffiti-Sprayen heimlich still und leise passiert ;-)
Ich hatte echt viel Spaß, als ich in Essen einen bestrickten Baum gesehen habe.
LG
Sabine

Die Fadenwirkerin hat gesagt…

Tja, ich weiß auch nicht so recht. Ich bin zwiegespalten. Der eingestrickte oder eingehäkelte Ampelmast mit dem Blümchen ist ganz schön. Den Rest finde ich auf den ersten Blick nicht besonders schön aber ganz lustig. Beim Guerilla Knitting muß ich immer daran denken, daß es beim ersten Regenguß anfängt richtig schäbig zu werden und das es mir ein wenig um das Material leid tut und daß ich auch die Männer bedaure, die irgendwann das völlig verdreckte "Kunstwerk" wieder abschneiden müssen um es zu entsorgen.
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, daß das die Strickerinnen und Stricker machen werden.

Liebe Grüße
Juliane

Doria hat gesagt…

ich kenne das aus hamburg und dank polytierchen in der wolle wird das nicht schäbbig*g
die mädels verwenden natürlich kein garn mit naturfaser sondern das billige. da bleiben die farben auch sehr schön erhalten.
mir gefällt es....und ich würd da gern auch mal mitmachen.(wozu hat man nen hässlichen lichtmast vor der tür?*gg)

Topaz hat gesagt…

Ich finde solche Aktionen witzig. Was genau meinst du denn mit "hingehudelt"? Das Ganze muss ja schon schnell passieren, wie beim Sprayen, oder? Auf jeden Fall macht es triste Ecken ein bisschen bunter und sorgt für Gesprächsstoff! Was das Entfernen angeht, da hat die Fadenwirkerin natürlich Recht... aber immer noch besser als verstopfte Gullys säubern und Hundehaufen entfernen, oder? :-)

Liebe Grüße
von Nicole

farbenfaden hat gesagt…

Ich habe mir auch schon Gedanken zur Haltbarkeit gemacht, ich könnte mir jedoch auch vorstellen, das Polygarne ziemlich witterungsbeständig sind. Da ich an diesen Kunstwerken öfters vorbei komme, werde ich das mal beobachten.
@topaz - "hingehudelt" sagt man bei uns zu Dingen, die mit wenig Sorgfalt gemacht sind.
Wobei der Blümchenmast schon OK ist. Es waren ja auch eher Anfänger am Werk, da habe ich die Meßlatte vielleicht ein bißchen hoch gehangen.

Spinnen für bedrohte Völker hat gesagt…

Danke für die Bilder und bin schon gespannt auf die Fortsetzung. LG Anke

Anneliese hat gesagt…

Also ich weiss nicht! Guerilla - schon allein das Wort macht mir Angst. Und dann das ganze Material verschwendet! Für nichts und wieder nichts - nur ein bisschen Aufmerksamkeit und ob es so schön ist - ich bezweifle das. Auch die Sprayer sind oft nur ein Ärgernis, wenn auch manche sehr künstlerisch sind. Ein sinnvolles Stricken ist besser!

menknit hat gesagt…

Hallo,

ich finde Guerilla Knitting schön;-) bringt farbe ins Leben.Bin am überlegen ob ich hier und da auch mal...;-)

Gruß der René

Bloomsbury hat gesagt…

Ich finde alle Kommentare hier gut, und muss sagen, dass ich das Wort "guerilla" in diesem Zusammenhang witzig finde, weil stricken und verschönern etwas friedvolles ist, es aber doch mit Vehemenz ausgeübt wird *gg+. Ich vermute auch, dass Wollreste verwendet werden, die man zuhauf geschenkt bekommt, denn die Polytierchen tragen sich nicht unbedingt gut auf der Haut.