Samstag, 15. Oktober 2016

Johanna Schütz-Wolf

Hier kommt noch ein Nachtrag zu meinem Handspinngilden-Wochenende.
Denn am 01.10. machten wir uns mit einer kleinen Gruppe auf zur Vernissage einer beeindruckenden Ausstellung im Schloss Willigrad.
 
Bereits im Frühjahrsheft der Handspinngilde hatte mich der ausführliche Bericht über Bildweberinnen der Vorkriegsjahre beeindruckt. Neben Webereien von Maria Marc ( der Frau von Franz Marc) wurde in dem Artikel auch intensiv auf die Werke von Johanna Schütz-Wolf eingegangen.
 Zusätzlich neugierig wurde ich durch die Information, dass die Werke aus den 1920er Jahren überwiegend ganz in meiner Nähe gewebt wurden, denn damals lebte Johanna Schütz-Wolf als Pfarrersfrau in einem kleinen Dorf in der Nähe von Marburg.Johanna Schütz-Wolf hat ihre Garne überwiegend selbst gesponnen und mit Pflanzen gefärbt. Ganz fasziniert haben mich ihre Webtechniken, mit denen sie eine besondere Tiefe und Plastizität erzeugte.
Umso mehr erschütterte mich zu erfahren, dass Johanna Schütz-Wolf dreizehn ihrer Bildteppiche in den 1930er Jahren zerstörte aus Angst, ihre Werke könnten von den Nazis als entartete Kunst eingestuft werden
Falls ihr die Möglichkeit habt diese Ausstellung zu besuchen, kann ich euch dies sehr empfehlen, sie dauert noch bis zum 13.11.2016 an. All denen der Weg zur Ausstellung zu weit ist, kann ich diese Internetseite empfehlen, wo es noch schöne weitere Fotos und interessante Informationen zu der Künstlerin gibt.

(Schaut euch die Links an, ich möchte keine Urheberrechte verletzen, deshalb keine Fotos auf meinem Blog zu dieser sehenswerten Ausstellung.)

1 Kommentar:

Wiebke Truelsen hat gesagt…

Danke für die wunderabren bildteppiche, leider bin ich noch nicht in der lage,wieder zu reisen.. und muss auch anderes nun aufarbeiten..aber sie sind ja wunderschön!! liebe grüße wiebke