Samstag, 27. März 2021

Teppich aus handgesponnener Wolle



Besonders schön ist es ja, wenn bei unserem Hobby Langzeitprojekte zum Ende kommen. 
So hatte ich im letzten Jahr alle möglichen, über Jahre gesammelten Rohwollreste zusammen gesucht, gewaschen, in der Vögelesmühle kardieren lassen und dann verschiedene Experimente mit Teppichgarnen gemacht. 


Am besten gefielen mir dicke vierfach gesponnene Garne, die ich anschließend in der Waschmaschine gefilzt habe (obere drei). Die beiden unteren Garne sind Seelengarne, die mich nicht so überzeugten.

In meinem Webkurs habe ich im Herbst eine kurze Kette für einen Badezimmerläufer aufgebäumt. 
Als Kettgarn nahm ich Catania von Schachenmeyer, ich finde die eignet sich ganz gut für so kleinere Teppiche, bei denen man mit dem Kettgarn auch noch Akzente setzen will.

Obwohl ich länger experimentiert hatte, war mir das Garn in einfacher Stärke immer noch zu dünn, so habe ich es doppelt genommen. zusätzlich habe ich noch als farblichen Akzent ein buntes Handspinngarn mit verwebt, passend zu den Farben in unseren WC, denn dafür ist der Teppich gedacht. 
Die drei Fäden habe ich jeweils ein wenig miteinander verdreht, dadurch entstand der interessante Zick-Zack Effekt in dem Gewebe, eine Zufallsentdeckung, die mir gut gefällt.


Von der restlichen Kette schnitt ich links und rechts 10 cm ab 

 
und webte noch ein Stuhlkissen. 


Größe: ca. 60x100cm
Gewicht: ca 800g.
Verbrauch auf 1qm: 1300g

 

Sonntag, 21. März 2021

Kunterbunte Hühnerschar

Die Anleitung für diese kleinen fröhlichen Hühner hat sich innerhalb der letzten Wochen zu dem meist gelesenen Post in meiner 12jährigen Bloggeschichte gemausert. 


 Mittlerweile hab ich die Anleitung noch etwas weiter entwickelt und meine neuen Erkenntnisse  in dem Post von 2020 ergänzt.
Als Pobeschwerung nehme ich mittlerweile Sandwichs aus insgesamt 9 Cent, die hat frau doch irgendwie immer daheim, sie sind schön flach und verhältnismäßig schwer, damit die Hühner auch immer Haltung bewahren. 



Also dann mal los, bis Ostern ist so ein Huhn zu schaffen, oder zwei, oder drei......




Samstag, 20. März 2021

Papiergarn selbst gesponnen


Seit dem letzten Herbst experimentiere ich immer mal wieder mit handgesponnenem Papiergarn, nachdem mir das Verspinnen von Zeitungspapier nicht so viel Spaß gemacht hat, entdeckte ich irgendwann Bäckertüten, Blumen- und Seidenpapier und verspann es mit dem Spinnrad. Die Enden kann man ähnlich ansetzen, wie sonst auch Wollfasern.


Ein erstes Miniprojekt entstand auf einem kleinen Schulwebrahmen.




Das Ergebnis ermutigte mich zu einem etwas größeren Werk auf einem 40er Webrahmen.


Schon ganz nett, aber so ganz zufrieden war ich noch nicht.


So musste dann noch der große Webstuhl ran.


Rietlücken bieten sich für das steife Papiergarn sehr gut an. Als Kettgarn habe ich Baumwollgarn mit einer Lauflänge von 250m auf 100g verwendet, 5 Fäden auf 1cm.

Auf dem Webstuhl konnte ich das Papiergarn fester anschlagen, die Fäden an den Rändern habe ich dichter eingezogen, damit die Lücken besser abgegrenzt werden. 
Im Saum habe ich in die Rietlücken Garn eingestopft, dadurch wird der Saum ordentlicher als mit den breiten Rietlücken.


Das Ergebnis gefällt mir sehr gut, dieses Exemplar wird verschenkt, aber es ist noch ein wenig Kette auf dem Webstuhl.


Noch ein Detailbild. 

Sonntag, 7. Februar 2021

Schön wollig II


Da der Winter ja offensichtlich noch mal richtig Fahrt aufnimmt, habe ich in weiser Voraussicht schon mal vorgesorgt und noch zwei Paar kunterbunte Handschuhe gestrickt.


Nach ein paar Experimenten mit größeren Mustern, bin ich dann doch wieder zu meinen kleinen Müsterchen im Farbverlauf zurück gekehrt. 


Die Idee mit dem gegenläufigen Farbverlauf gesellte sich unterwegs dazu. 


Kein Wunder, dass solche Werke entstehen, bei diesem Küchenausblick.


Hier noch mal ein wenig konventioneller


Alle bunten Farben sind wieder natürlich gefärbt.


Und ein Gruppenkuschelfoto


Und hier schau ich zum Wohnzimmer raus.


Und nun noch mal die komplette diesjährige Winterkollektion. Ich glaube jetzt ist es erst mal gut damit.


Welche gefallen euch denn am besten?

Sonntag, 17. Januar 2021

Schön wollig

Wenn sich der Winter endlich mal wieder von seiner besten (weißen) Seite zeigt, dann zeigt sich  auch unser Lieblingsrohstoff in Hochform.


So sind mal wieder Handschuhe nach bewährter Strickweise entstanden.

Dieses Paar will ich verschenken, (gibt ja auch sonst keine Geschenke zu "koofen")

Gestrickt aus pflanzengefärbter Sockenwolle, an den Fingerspitzen begonnen.


Und dann waren da ja noch die Kalenderfasern, einen Teil davon habe ich zu einem kunterbunten Schal verarbeitet.

Einfach im Rippenstrick, 5 Maschen links, 5 Maschen rechts quergestrickt.

Obwohl es über 300 Maschen waren, ließ es sich durch die abwechslungsreichen Streifen schön stricken. Nach einem Bad und flach getrocknet, wuchs der Schal von 60cm auf ca. 250cm

Und ich trage ihn gerne zu meinen dunklen Winterjacken, ein schöner Farbtupfer.


Denn wenn man sich im Moment zu Spaziergängen aufmacht, ist es gut "schön wollig" eingepackt zu sein. 

("Schön wollig" war sozusagen ein Gütesiegel meiner Oma, die 1899 geboren war und mit Handarbeiten nichts am Hut hatte, aber wollene Unterhosen trug und alles was schön wollig war, zu schätzen wusste!)

Ich hoffe, ihr habt es auch so schön weiß!







Samstag, 26. Dezember 2020

Parallelo-Tuch



Mit dem Parallelo-Tuch habe ich mich im vergangenen Jahr mehrfach beschäftigt.
Denn zuerst hatte ich es aus zwei Kaufgarnen mit Farbverlauf gestrickt. 
Den Vorstandsfrauen der Handspinngilde gefiel meine Designidee so gut, dass sie mich baten, eine Anleitung für die Vereinszeitung zu schreiben. Das Heft ist kurz vor Weihnachten erschienen.

Da  war mein Ehrgeiz dann geweckt, denn für das Magazin der Gilde sollten es doch handgesponnene Garne sein.
Ich kardierte diese beiden Farbverläufe 

 
und spann diese beiden Bobbel.

Ich mag lieber lange schmale Schals, im Gegensatz zu breiten Dreieckstüchern, so kam mir die Idee mal ein Paralellogramm zu stricken. Damit das ganze nicht zu langweilig ist, kombinierte ich die Schattenstricktechnik dazu.

Falls ihr auch im Besitz des Heftes seid, leider wurde meine Schemazeichnung falsch herum abgedruckt, deshalb zeige ich sie hier noch mal in der richtigen Strickrichtung.



Am besten sieht man den Schattenstrickeffekt immer, wenn man seitlich auf die Strickerei schaut.

und hier noch mal die Variante aus Kaufgarnen.


Gerade im Moment trage ich das Tuch sehr gerne draußen bei Spaziergängen, dann binde ich es mir nicht so locker um den Hals wie auf dem Foto, sondern dreifach dicht am Hals. Die schmalen Enden eignen sich gut dafür.


Dazu passt noch ein Foto der gesammelten Adventskalender-Fasern der Ku+Co-Gruppe, die würden sich eigentlich auch für zwei schöne Farbverläufe eignen.....aber mir reichen glaube ich zwei Parallelo-Schals, mir spukt für diese Fasern eine andere Idee im Kopf herum.